Eine Demonstration gegen Wohnungsnot?

Kunst-Aktion von Schülern des Ratsgymnasiums in Hageböllings Keilstück

Ganz normales Familienleben in einem Kunstwerk: Jan Lenarz fegt vor dem Keilstück.

Minden (mt). Große Aufmerksamkeit erreichten am Samstag während der Marktzeit vier Mindener Schüler (Kunst-Leistungskurs am Ratsgymnasium), die die vieldiskutierte Skulptur Keinstück des Paderborner Bildhauers Wilfried Hagebölling auf dem Martini-Kirchhof zum Mittelpunkt einer künstlerischen Aktion machten.

Um ihre positive Einstellung zu diesem Kunstwerk zu verdeutlichen und Werbung für Toleranz gegenüber der Kunst allgemein zu machen, richteten sie dort für einen Vormittag ein Wohnzimmer mit Sessel, Tisch, Tapete und Teppichboden ein. Das Quartett lebte im Keilstück, umgeben von Spargel-Verkaufsständen und Abfall eine kleinbürgerliche Familien-Idylle vor, die in ihrer Übertreibung und Absurdität so manchen Passanten neugierig machte oder zum Gespräch anregte. Demonstrieren Sie gegen Wohnungsnot?, wurden die Schüler gefragt.

Viele der Marktbesucher wurden neugierig und schmunzelten, als sie Frederic Bertrand und Klausia Bröking im Keilstück Kaffee trinken, Zeitung lesen und Zigarre rauchen sahen. Jan Lenarz, der beständig um das Keilstück herum fegte: Wir haben unser Ziel erreicht, wenn einige Passanten nachdenklich geworden sind. Dennis Kahre fing die Reaktionen der Passanten mit einer Videokamera ein. Der Film wird in der Ausstellung DENKMAL. Kunst in Minden, die gemeinsam vom Ratsgymnasium und anderen Institutionen initiiert wurde, ab dem 11. Juni in der Bürgerhalle zu sehen sein.

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