Geplant bzw. bereits durchgeführt bzw. aktuell sind :
eine Kunstausstellung , zwei Tanztheaterprojekte (Bilder einer Ausstellung und Stadtspaziergang) und eine von den Schülern erarbeitete Dokumentation der Mindener Skulpturen und Denkmäler.

Leitideen des Projektes

 * Beschreibung aller geplanten Aktivitäten *

Terminkalender

Sponsoren und Unterstützer der Gestaltungsräume                          

 

Die Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums Minden entdecken ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel und interpretieren durch ihre eigenen künstlerischen Gestaltungen Denkmäler und Kunst im öffentlichen Raum.

Dem Mindener Mahnmal nähern sie sich vorsichtig mit tastenden Schritten, und dem Weserspucker werden Beine gemacht.

Der Mindener Buttjer lernt dabei vielleicht zu einer flotten Walzermusik das Tanzen.

Oder  die  Schüler  gehen  auf  ihre  Idee  ein.

 

Leitideen der Gestaltungs-Räume

Das Projekt soll den Schülern des Ratsgymnasiums die Möglichkeit geben, handlungsorientiert und fächerübergreifend eine aus der Alltagswelt konkret erfahrbare Thematik ganzheitlich zu erfahren. Der pädagogische Ort der Aktivitäten des Projektes ist nicht in am Rande sich befindenden Arbeitsgemeinschaften angesiedelt, sondern mitten im alltäglichen Unterrichtsgeschehen. Die Aktivitäten der Schüler werden sich in den Klassen und Kursen der Mittel- und vor allem der Oberstufe und in Arbeitsgemeinschaften entfalten können. Räumlich ist das Projekt auf Minden begrenzt und findet seine Konzentration im direkten Umfeld der Schule.

Ausgangspunkt der Vorgehensweise ist die Hypothese, daß es möglich ist, auf vielen Wegen ein Erlebnis- und Erfahrungsfeld aus der unmittelbaren Umgebung gleichsam wie ein Mosaik, noch genauer wie ein Netzwerk zu untersuchen, erfahren und zu verstehen. Zielvorstellung ist, einen gemeinsamen Weg zu gehen und die Ergebnisse (Ausstellung, Buch, künstlerische Arbeiten) gemeinsam (Schüler, Lehrer, Fachleute) zu erarbeiten. Die Bemühungen sind als Studien zu verstehen, die durchaus behaftet sein dürfen mit der Unvollkommenheit unsicheren Tastens und Suchens. Als Ergebnisprotokoll eines langwierigen Lern- und Arbeitsprozesses wohnt ihnen wahrscheinlich dafür eine erfrischende Direktheit inne.

Gefordert und gefördert wird selbständiges Arbeiten der Schüler: Sie müssen Absprachen zur genauen Festlegung der inhaltlichen Bereiche treffen, Standorte ermitteln (systematische Begehungen des Stadtgebietes und Ortsbesichtigungen), Objekte fotographisch dokumentieren und interpretieren, in Worten beschreiben und kommentieren, kartieren und die hergestellten Karten auswerten, ergänzend Recherchen zur Informationserhebung durch Umfragen vor Ort machen, Aufrufe an die Öffentlichkeit richten, allgemeine Befragungen durchführen und die Ergebnisse auswerten. Außerdem gehört dazu die Suche, Erforschung und Auswertung von Fachliteratur und Archivmaterial. Sie müssen für die Präsentation die Materialien graphisch gestalten. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler sich den Skulpturen und Denkmälern praktisch-künstlerisch nähern und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse praktisch-künstlerisch umsetzen können. Vorgesehen sind eine Reihe von künstlerischen Arbeitsweisen aus verschiedenen Gattungen, die die Schüler als Einzel- oder Gruppenarbeit entwickeln und realisieren können. Die Schülerinnen und Schüler werden so die Geschichte und den heutigen Stadtraum ihrer bzw. unserer Stadt in seiner Komplexität kennenlernen, erfahren und verstehen lernen. So ist dieses Projekt auch als ein Versuch zu verstehen, jungen Menschen Erfahrungen zu ermöglichen, aus denen sie Verhaltensweisen und Handlungsentscheidungen ableiten können, die zum Wohle der Menschen dieser Stadt (und anderswo) sind.

In allgemeiner Hinsicht lernen die Schülerinnen und Schüler kooperative, über das einzelne Fach hinausgehende Arbeitsformen kennen. Sie erwerben sich ein Urteil über deren Möglichkeiten und Grenzen. Gefordert und gefördert werden Planungs-, Methoden-, Entscheidungs-, und Sozialkompetenz im Sinne von problemlösendem Verhalten. Das Projekt ermöglicht verschiedene Möglichkeiten fächerübergreifenden Lernens: fächerübergreifendes Arbeiten aus einem Fach heraus, parallele Abstimmung zwischen den Kursen und Gruppen unter Beteiligung mehrerer Schulfächer und fächerübergreifende Projektarbeit. Die Schüler können in den Kursen je nach Neigung zwischen Angeboten verschiedener Ausrichtung wählen, in der Regel findet der Unterricht arbeitsteilig in Kleingruppen statt. Dieses arbeitsteilige Unterrichtsverfahren ermöglicht eine innere Differenzierung der Lerngruppe. Dadurch kann den verschiedenen Interessen der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen werden. Eine gezielte Förderung und Begleitung ist möglich. Die Arbeit mündet im einzelnen und insgesamt in einer Projektsituation mit einer Fülle von außerschulischen Veranstaltungen. Die Thematik ermöglicht in vielfältiger Form selbständiges Arbeiten in Einzel- und Gruppenarbeit bis zur Erstellung von theoretischen und praktisch-künstlerischen Facharbeiten. Nicht zuletzt ist das Projekt eine unmittelbare Förderung ästhetischer Erziehung und für einzelne Schülerinnen und Schüler vielleicht sogar eine Hilfe, ein Wegweiser auf der Suche nach einer selbstbestimmten Sinnerfüllung.

Cordula Küppers / Ulrich Kügler

 

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